Die Top 5 Anbieter von Kursen für ethisches Hacken in 2021

Kein Unternehmen ist in der heutigen digitalen Welt absolut vor Datenschutzverletzungen sicher. Um sich gegen die immerwährenden Bedrohungen zu schützen, müssen Firmen in Security-Kontrollen wie zum Beispiel Verschlüsselung, VPNs und MFA (Multifaktor-Authentifizierung) investieren. Außerdem müssen sie Managementprogramme für Schwachstellen ins Leben rufen. Solche Maßnahmen decken nicht alle digitalen Security-Risiken ab. Deswegen heuern oder stellen Unternehmen ethische Hacker an, um die Security ihrer Systeme prüfen zu lassen.

Ethisches Hacken sieht in den nächsten paar Jahren wie eine vielversprechende Karriere aus. Cybersecurity Ventures sagt voraus, das die Ausgaben für die globale IT-Security von 2017 bis 2021 eine Billion US-Dollar übersteigen wird. Bei so einem Wachstum sind natürlich Investitionen in ethische Hacker involviert. Sie haben bereits jetzt ein durchschnittliches Gehalt von mehr als 70.000 US-Dollar pro Jahr.

Hat es jemals eine Zeit gegeben, um sich mit ethischem Hacking zu beschäftigen, ist sie jetzt. Bist Du bereit? Nachfolgend findest Du fünf der besten Plätze, über die Du Dein Wissen erweitern kannst. Außerdem kannst Du Zertifikate bekommen, die Dir bei Deiner Karriere als ethischer Hacker weiterhelfen. (Die Orte sind in alphabetischer Reihenfolge und es ist keine Wertung.)

1. Cybrary

Cybrary ist ein Online-Anbieter, der digitale Security-Schulungen anbietet. Das Unternehmen stellt mehrere Ressourcen für den ethischen Möchtegern-Hacker bereit. Dazu gehört auch ein begleitendes Handbuch für das Examen Certified Ethical Hacker (CEH) sowie ein Mikrokurs über ethsiches Hacking und Penetrationsprüfung mit Kali Linux. Es gibt außerdem einige Blog-Beiträge, die erklären, was ethisches Hacking ist und wie Schüler Cybrary nutzen können, um ethische Hacker zu werden. Einer der Artikel legt eine Unterrichtsprogramm dar, was für Cybrary-spezifische Stunden Schüler nehmen sollten, wenn sie eines Tages ein ethischer Hacker werden wollen.

2. EC-Council

Das International Council of Electronic Commerce Consultants (EC-Council) bietet das Programm Certified Ethical Hacking (CEH) an. Das ist ein Kurs, den viele als den weltweit fortschrittlichsten Kurs für ethisches Hacking bezeichnen. Der Zertifizierungsprozess konfrontiert Schülerinnen und Schüler mit 18 umfassenden Modulen und 140 Versuchen, die aus 270 Angriffstechnologien und 2200 der bekanntesten Hacking Tools bestehen. Die Kursgebühren kosten zwischen 850 und 900 US-Dollar. Es kommt darauf an, aus welchem Land der jeweilige Teilnehmer stammt. Die Summe enthält die Kosten für das CEH-Examen nicht. Die Prüfung ist ein Multiple-Choice-Test, der aus 125 Fragen besteht.

3. InfoSec Institute

Das InfoSec Institute bietet zwei ausgezeichnete Kurse für ethisches Hacking an. Das ist ein Anbieter, der bereits seit 17 Jahren Security-Schulungen gibt. Der erste Kurs nennt sich Ethical Hacking Boot Camp – CEH v9 Training und weist Schülerinnen und Schüler unter anderem in die Themenbereiche Penetrationsprüfung, heimliche Netzwerkaufklärung und andere Konzepte ein. Dafür gibt es nächtliche Fangspiele und andere Aktivitäten. Advanced Ethical Hacking Boot Camp erweitert das Wissen von Teilnehmern und es gibt 31 praktische Übungen. Dabei lernen Schülerinnen und Schüler, wie sie sichere Anwendungen ausnutzen und VPNs angreifen.

4. Offensive Security

Die professionellen Penetrationsprüfer von Offensive Security haben die Zertifikation Offensive Security Certified Expert (OSCE) entwickelt. Schülerinnen und Schüler des Programms lernen, wie sie Schwachstellen und falsche Konfigurationen und verschiedenen Betriebssystemen ausnutzen und gezielt Angriffe durchführen. Das gesamte Training zielt auf die Abschlussprüfung hin: ein verwundbares Fremdnetzwerk, das die Schülerinnen und Schüler binnen 48 Stunden knacken müssen.

5. SANS

Der angesehene IT-Security-Anbieter SANS Institute bietet regelmäßig den Kurs Network Penetration Testing and Ethical Hacking an. Während des Kurses gibt es 30 praktische Übungen. Dabei lernen die Schülerinnen und Schüler nützliches Wissen über die Tools, die Techniken und die Methoden, die für eine Penetrationsprüfung wichtig sind. Am Anfang wird den Teilnehmerinnen und Teilnehmern gezeigt, wie sie sich ein Zielnetzwerk zurechtlegen. Danach wird gezeigt, wie sie Passwortangriffe ausführen und Web-Anwendungen manipulieren. Der Kurs enthält eine komplette Penetrationsprüfung, bei dem die Schülerinnen und Schüler das gesamte Wissen an einer Beispielfirma anwenden. SANS bietet auch Kurse für mobile Geräte-Security und ethisches Hacken sowie fortschrittliches, ethisches Hacken, Penetrationsprüfung und Exploit-Techniken an.

6. Hacker House

Anmerkung der Redaktion: Nach der Veröffentlichung des Artikels haben uns Leser kontaktiert und darauf bestanden, dass wir Hacker House ebenfalls aufnehmen.

Es hat mit ein paar Hackathons angefangen, aber Hacker House hat sich zu einer der bekanntesten Quellen für ethisches Hacken gemausert. Hacker House bietet einen praktischen Hacker-Kurs mit realen Szenarien und Du kannst alles bequem von zu Hause aus erledigen. Du kannst Dir aussuchen, ob Du mit Lehrern lernen oder das Programm streamen willst, wann immer Du auch Zeit hast. Hacker House bietet seine Kurse ebenfalls Firmen an, die ihre Security-Teams schnell schulen wollen.

Ethisches Hacke wird immer beliebter

Viele Unternehmen werden früher oder später sehr wahrscheinlich einen ethischen Hacker ins Spiel bringen, um die eigenen Netzwerke zu testen. Es ist auch davon auszugehen, dass die Ausgaben in digitale Security weiter steigen. Damit Personen von diesem Trend profitieren, machen sie einen der oben genannten Kurse, um ein zertifizierter ethischer Hacker zu werden. Sie können das Gelernte einsetzen, um die Firmen in den kommenden Jahren zu schützen.

Gibt es ein gutes Programm für ethische Hacker, das wir oben vergessen haben? Dann lass es uns in den Kommentaren wissen.

Über den Autor

David Bisson ist Journalist für Informationssicherheit und nahezu süchtig nach Artikeln zum Thema Sicherheit. Er arbeitet als Senior Content Manager bei Bora Design, einer IT-Sicherheits- und Marketingagentur, die sich auf Content-Erstellung und Social Media-Management spezialisiert hat. In dieser Position fungiert er als Mitherausgeber von „The State of Security“, dem offiziellen Blog von Tripwire Inc., und als Autor für Venafi. David schreibt auch für IBM Security Intelligence, Gemalto und andere.

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