Wie man Torrents beschleunigt und Drosselung blockiert – Schritt-für-Schritt-Anleitung

Inhaltsverzeichnis

Hattest Du den Fall schon mal, dass Deine Internet-Verbindung mit allerlei Anwendungen schnell und ordnungsgemäß funktioniert, nur beim Download von Torrents total langsam ist? Da bist Du nicht alleine.

Viele ISPs (Internet Service Provider) drosseln P2P-Verbindungen (Perr-to-Peer) absichtlich. Mit P2P können zwei oder mehr Computer Dateien austauschen und benötigen dafür keinen separaten Server als Mittelsmann.

ISPs konfigurieren die Menge der Bandbreite, die Du benutzen darfst. Deswegen ist ein Download großer Torrent-Dateien zäh und das Streamen von HD-Videos oft nicht zufriedenstellend.

Mit dieser Technik wird Web-Datenverkehr in verschieden Kategorien eingeteilt und viele Leute kennen sie unter dem Namen DrosselungManchmal hören Sie auch den Begriff Bandbreitendrosselung.

Warum drosseln Internet-Anbieter Deine Bandbreite?

Es gibt viele Gründe, warum die Internet Provider Deine Leitung drosseln. Meist wollen sie damit Datenstau im Netzwerk verhindern, indem die Menge der Daten reduziert wird, die das System verarbeiten muss.

Durch diese Maßnahme müssen sie die bestehende Infrastruktur nicht aufrüsten, um der steigenden Nachfrage an Bandbreite gerecht zu werden. Meist blockieren die ISPs aber nur Traffic von bestimmten Quellen und ganz speziell Torrent-Downloads.

Torrents nutzen viel Bandbreite im Netzwerk. Im Jahr 2004 machten Torrents zirka 40 Prozent des gesamten Datenverkehrs aus. Auch heute sind noch 6 Prozent des weltweiten Traffics Torrents.

Torrent-Dateien können sehr groß sein. Wir sprechen von 40 GByte oder noch mehr. Sie sind meist wesentlich größer als andere Dateien, die Du herunterlädst. Drosselt der Internet-Anbieter Deine Leitung, dann belastet er logischerweise seine Bandbreite und die Kapazität weniger.

Leider gibt es sehr viele Leute, die kopiergeschütztes Material via Torrent herunterladen. Deswegen üben viele Gruppen wie RIAA (Recording Industry Association of America) und MPAA (Motion Picture Association of America) Druck auf die ISPs aus, Torrent-Aktivitäten zu blockieren. Durch die Kontrolle der Bandbreite können die Internet-Anbieter teurere Pakete ohne Drosselung anbieten und verkaufen.

Wie funktioniert das Drosseln der Bandbreite?

Sämtliche Daten, die Du sendest und empfängst, laufen durch den ISP. Er hat Zugriff auf alle Daten, die Du übermittelst. Durch eine Technologie, die als DPI (Deep Packet Inspection) bekannt ist, analysiert der Anbieterie die Pakete Deiner Daten.

Durch Deep Packet Inspection lässt sich das Ziel der Daten feststellen und auch die Website, die dahinter steht. Je nach Daten-Typ filtern die Internet Service Provider die Daten und kategorisieren sie entsprechend.

Sobald der Internet Provider Dein Online-Verhalten herausgefunden hat, verlangsamt er bestimmte Daten-Typen, die viel Bandbreite brauchen. Dazu gehören Torrents und auch HD-Videos, die Du streamst.

So verhinderst Du die Drosselung der Bandbreite und beschleunigst das Downloaden der Torrents

Die Drosselung durch den ISP unter Windows verhindern

  1. Klicke auf den Start-Knopf und öffne eine Kommandozeile (cmd). Danach öffnest Du den “Editor für die Gruppenrichtlinien”.
  2. Klicke danach: Computer configuration > Administrative templates > Network >QoS packet scheduler > Limit reservable bandwidth.
  3. Setze das Bandbreitenlimit (%) auf 0 und klicke danach auf ‘OK’.
  4. Klicke im Menü links auf das Ändern der Adaptereinstellungen. Danach tätigst Du einen Rechtsklick auf die LAN-Einstellungen (Local Area Connection) und öffnest die Eigenschaften.
  5. Klicke auf Internet Protocol Version 4
  6. Klicke auf Eigenschaften und dann auf den Reiter Allgemein. Hier modifizierst Du die DNS-Server und trägst folgende ein.

Bevorzugter DNS server: 8.8.8.8

Alternativer DNS server: 8.8.4.4

Im Anschluss sollte Deine Internet-Geschwindigkeit spürbar schneller sein.

Eine sehr beliebte Methode, um zu verhindern, dass der Internet Provider Deine Bandbreite drosselt, ist ein VPN (Virtual Private Network). Ein VPN verschlüsselt alle Deine Daten, die Dein Computer sendet oder empfängt. Der Internet-Anbieter kann Deine Daten nicht mitlesen. Bist Du auf der Suche nach einem VPN-Anbieter, dann stelle sicher:

  • Der VPN-Anbieter sollte die VPN-Aktivitäten nicht protokollieren
  • Dein VPN sollte einen Notausschalter (Kill Switch) besitzen. Er trennt Dich vom Internet, falls Deine Verbindung ausfällt.

(In diesem Beitrag findest Du acht andere Punkte, auf die Du beim Kauf eines VPNs achten solltest.)

Die Drosselung durch den ISP unter iPhone oder Android umgehen

Die beste Option, die Drosselung zu umgehen, ist die Verwendung eines VPN Services. Auf diese Weise werden die Einschränkungen deaktiviert, mit denen der Internet-Anbieter Deine Leitung und Dein Netzwerk verlangsamt.

  1. Suche Dir einen zuverlässigen VPN-Anbieter. Eine Liste mit empfohlenen VPN-Anbietern findest Du hier.
  2. Besuche die Website des VPN-Anbieters und abonniere den Dienst.
  3. Lade die App für Dein iPhone oder Android-Gerät herunter.
  4. Verbinde Dich im Anschluss mit dem entsprechenden VPN-Server.

Bei Android-Geräten hast Du die Möglichkeit, einen „Datensparmodus“ zu verwenden. Somit wird die allgemeine Bandbreite reduziert und die Internet-Geschwindigkeit ist höher.

Mit den nachfolgenden Schritte aktivierst Du die Funktion:

  • Öffne Deinen Browser und und danach die „Einstellungen“
  • Finden den „Datensparmodus“ und aktiviere die Funktion

Die Benutzung eines VPNs ist die einfachste und effizienteste Methode, um das Problem mit der Drosselung von Torrents zu umgehen.

Viele ISPs kontrollieren Deine Surf-Aktivitäten und schlagen daraus Gewinn. Moralisch ist das verwerflich und für die meisten Internet-Anwender ein Grund zur Sorge. Deswegen gibt es einige Möglichkeiten, die Drosselung der Bandbreite mithilfe eines VPNs zu umgehen. Im Anschluss steht Dir die volle Internet-Geschwindigkeit wieder zur Verfügung.

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