7 verborgene Gefahren bei der Nutzung freier VPNs in 2019

Jeder bekommt gerne kostenlose Dinge. Deswegen ist es auch nicht verwunderlich, dass viele der populärsten VPNs damit werben, frei nutzbar zu sein.

Leider gibt es nichts kostenlos und bei freien VPNs ist das auch nicht anders. Du bezahlst vielleicht nicht mit Dollar, aber für die Nutzung eines freien VPNs zahlst Du einen Preis.

Einige der Kosten sind lediglich unbequem, aber andere sind richtig gefährlich.

Nachfolgend gehen wir auf die potenziellen Fallstricke ein, die der Download eines freien VPNs haben kann. Danach kannst Du eine bessere Entscheidung treffen, welches VPN gut für Dich ist, weil Du ganz einfach besser informiert bist.

Du wirst sehen, dass freie VPNs nicht nur bei geografischen Sperren Probleme haben, sondern sie kompromittieren auch Deine Security und Deine Privatsphäre. Ironisch ist sogar, dass sie genau das Gegenteil tun als Du Dir von einem VPN erwartest.

Du bezahlst im Endeffekt für eine freies VPN, aber nicht so, wie Du denkst

Nachfolgend findest Du einige Nachteile, die die Benutzung eines freien VPNs hat:

1. Sie kompromittieren Deine Security

Einer der Hauptgründe eines VPNs ist, Dich vor Hackern zu schützen. Deswegen ist es sehr beunruhigend, wenn Du herausfindest, dass VPNs Deine Security in der tat kompromittieren können.

Leider ist das aber so. Laut einer Studie von 283 VPNs enthalten unter anderem Betternet, SuperVPN und CrossVPN Malware. 38 Prozent aller VPNs aus der Studie haben Anzeichen einer Infektion gezeigt.

Bild: Freie VPNs enthalten mit höherer Wahrscheinlichkeit Malware als kostenpflichtige. Ein AV-Rang von mehr als zwei gilt als guter Indikator, dass sich in einer App Malware befindet.

Die meiste Malware hat Verbindungen zu Werbung. Das ergibt auch Sinn, weil freie VPNs keine offensichtliche Einnahmequelle haben, wie das bei der kommerziellen der Fall ist. Deswegen sind VPNs auch weniger gefährlich, die ein Limit bei der Datennutzung setzen als solche, die einen komplett freien Service ohne einen offensichtlichen Haken bieten.

Das kostenlose VPN Hola ist ebenfalls mit Security-Problemem behaftet. Es ist ein Botnet-Betrug. Der Anbieter leitet den Datenverkehr durch die Computer seiner Nutzer (und nicht durch die eigenen Server). Das bedeutet, dass jemand anderes Deine IP-Adresse nutzen könnte, um illegale oder anderweitig schändliche Aktivitäten durchzuführen.

2. Sie verfolgen Deine Online-Aktivitäten

Unserer Meinung nach ist das das schlimmste Delikt, das ein VPN begehen kann und blöderweise ist es das häufigste.

Einer der Hauptgründe, warum Du ein VPN benutzt, ist der Schutz Deiner Privatsphäre, während Du im Internet surfst. Deswegen ist es schon ironisch, dass laut Studie 72 Prozent aller freien VPNs Tracker von Dritten implementiert haben.

Bild: nur 28 Prozent der freuen VPNs hatten keine Tracker von Dritten. Das bedeutet auf der anderen Seite, dass 72 Prozent Daten über Deine Online-Aktivitäten sammeln.

Solche Tracker werden benutzt, um Daten über Deine Online-Aktivitäten zu sammeln. Meist dienen sie Werbetreibenden, um Dir gezielt Werbung vorsetzen zu können.

Statt Deine Privatsphäre zu schützen, machen die VPNs genau das Gegenteil. Sie sammeln Informationen über Dich und verkaufen sie an den Höchstbietenden.

Einige VPN verschleiern die Tatsache, dass sie Deine Daten verkaufen. Andere geben das in den Datenschutzbestimmungen zu. Ein Beispiel:

Das ist aus der Datenschutzrichtlinie von Psiphon:

Bild: Das freie VPN Psiphon gibt ausdrücklich an: “Wir benutzen manchmal Werbung, um unseren Service zu unterstützen. Dazu kommt möglicherweise Technologie wie zum Beispiel Cookies und Web Beacons zum Einsatz. Unsere Werbepartner nutzen Cookies, um Werbung anhand der Nutzerdaten einzublenden.”

Das ist von Hoxx:

Bild: Laut der Datenschutzrichtlinie des freien VPNs Hoxx: “Benutzt Du die Services, dann weißt Du und stimmst zu, dass wir Daten sammeln und verarbeiten. Wir oder Dritte benutzen die Informationen, die Du an uns übermittelst…”

Bezahlst Du für ein VPN, enthalten die meisten keine Tracker. Das ist also anders als bei den freien VPNs und auch vielen anderen Apps. In den allermeisten Fällen bedeutet der Kauf eines Premium-Pakets, dass Du auch die von Dir gewünschte Privatsphäre bekommst

3. Sie können die Blockade von Netflix nicht umgehen

Derzeit gibt es kein freies VPN auf dem Markt, das die Blockade von Netflix knacken kann.

Natürlich ist es möglich, dass Du hin und wieder mit Tunnelbear Zugriff auf Netflix bekommst. Eine Garantie gibt es dafür aber nicht. Meist wirst Du nur mit nachfolgender Fehlermeldung begrüßt.

Bild: das ist die Fehlermeldung von Netflix, mit der die meisten Anwender rechnen müssen, wenn sie die geografische Sperre des Anbieters umgehen wollen.

Hinzu kommt noch, dass das kostenlose Paket von Tunnelbear auf 500 MByte pro Monat beschränkt ist. Das sind nicht mal genug Daten, um einen Film anzusehen.

Ähnlich verhält es sich bei ProtonVPN, das Netflix entsperren kann. Dazu musst Du aber bestimmte Server benutzen, weil sie Deine Internet-Geschwindigkeit absichtlich drosseln. Die Ladezeiten treiben Dich wahrscheinlich in den Wahnsinn und das noch bevor Du eine ganze Episode von Orange is the New Black gesehen hast.

Windscribe und Hotspot Shield bieten Zugriff auf Netlix, aber nur mit den kostenpflichtigen Abonnements.

Es ist natürlich ärgerlich, aber unter Strich bekommst Du eben, für was Du bezahlst. Das Umgehen der Blockade von Netflix benötigt viele Ressourcen und Einsatz. Deswegen werden die VPN Provider diese Funktion nicht einfach so hergeben.

4. Sie schränken die Menge an Daten ein, die Du benutzen darfst

Wie bereits weiter oben erwähnt, schränken einige der Top-VPNs die Menge an Daten ein, die sie den freien Konten zur Verfügung stellen. Sie machen das, damit Du den Service ausprobieren kannst. Du wirst aber relativ schnell eine Sache feststellen. Willst Du den Service, den Du Dir wünscht, dann musst Du auf ein kostenpflichtiges Paket umsteigen. Genau genommen ist die Strategie dahinter ziemlich clever.

Nicht nur Tunnelbear nutzt dieses Modell, sondern auch Hide.me. Der Anbieter erlaubt Daten bis zu 2 GByte.

Bild: Hide.me schränkt nicht nur die Daten ein. Sie limitieren auch die Bandbreite und stellen Dir weniger Server-Standorte zur Verfügung. Das gilt auch für Protokolle und gleichzeitige Verbindungen. Premium-Abonnenten bekommen viel mehr Funktionen.

5. Sie verlangsamen Deine Internet-Geschwindigkeit

Eine langsamere Internet-Verbindung ist ein Problem, dass Du bei vielen VPNs findest, denen es an Qualität mangelt. Dass Dich Dein VPN aber mit voller Absicht drosselt, ist natürlich besonders widerwärtig.

Genau das ist die Strategie von ProtonVPN. Auch wenn ProtonVPN eine ausgezeichnete Security bietet, werden Anwender des kostenpflichtigen Services priorisiert. Das soll die freien Nutzer zu einem Upgrade ermutigen. Das bedeutet auf der anderen Seite, dass Deine Internet-Geschiwndigkeiten oftmals Schneckentempo haben.

Bild: Zumindest ist ProtonVPN ehrlich und sagt gerade heraus, dass die Internet-Geschwindigkeiten für die Anwender des freien Services langsamer sind.

Auch mit Einblendung von Werbung verlangsamen freie VPNs Deine Internet-Geschwindigkeit (siehe weiter unten). Natürlich limitieren sie ebenso Deine Bandbreite.

6. Sie bombardieren Dich mit Werbung

Warum einige VPNs diesen Weg gehen, ist ziemlich offensichtlich. Weil die Anwender nicht für ein monatliches Abonnement zahlen, müssen die Unternehmen auf andere Weise Geld verdienen.

Betternet ist einer der Provider, der so ein Modell benutzen. Auch wenn sie auf ihrer Website schreiben, dass sie keine nervige Werbung einblenden, taucht sie immer dann auf, wenn Du Dich verbindest.

Bild: Betternet behauptet, keine Werbung einzublenden.

Bild: Dabei werden Nutzer immer dann mit Werbung konfrontiert, wenn sie das VPN aktivieren. 

Ähnlich ist es bei der freien App von Hotspot Shield. Auch sie ist mit Apps gepflastert. Das ist ein Problem, über das sich viele unserer Leser offen beschweren.

Die eingeblendete Werbung ist nicht nur nervig, sondern sie kann auch Deine Internet-Geschwindigkeit negativ beeinflussen. Im schlimmsten Fall führt sie zu schädlichen Websites.

Weil die Werbetreibenden gerne bestimmte Anwender anvisieren, ist das Einblenden der Werbung mit großer Sorge in Sachen Privatsphäre zu sehen. Anders gesagt kannst Du davon ausgehen, dass Dein VPN Deine Daten mit Dritten teilt, wenn es Werbung einblendet.

7. Sie verkaufen Deine Bandbreite

Neben der Einblendung von Werbung hat das VPN Hola noch eine andere Möglichkeit gefunden, um aus seinen Anwendern Kapital zu schlagen: Die Anwender des kostenpflichtigen Services dürfen die Rechenleistung der freien Nutzer verwenden. Unterm Strich verkaufen sie Deine Bandbreite und machen damit Profit.

Darauf weisen sie sogar auf der Website hin, allerdings klingen die Worte dort wesentlich positiver:

Bild: Laut Hola Website: “Hola macht Umsatz, indem es eine kommerzielle Version des Hola VPN Services an Unternehmen (durch die Marke Luminati) verkauft. Deswegen bleibt Hola für Anwender von PCs und Macs kostenfrei. Wer das Hola-Netzwerk nutzen möchte, ohne seine Ressourcen im Leerlauf bereitzustellen, kann den Hola Permium Service für 5 US-Dollar pro Monat (45 US-Dollar pro Jahr) abonnieren.”

Was sie aber nicht erwähnen, aber bekannt ist, Luminati wurde für mindestens einen Botnet-Angriff ausgenutzt.

Ein Botnet-Angriff ist, wenn eine große Anzahl individueller Computer mit Schadcode infiziert werden und diese zusammen weitere Angriffe ausführen. Anders gesagt wurden alle Computer in Holas Netzwerk (also all die Rechner, die den Anwendern des freien Services gehörten) von Cyberkriminellen kontrolliert.

Wir sind uns dabei nicht einmal sicher, ob es sich dabei um einen einmaligen Vorfall handelt. Es gibt derzeit keine Mittel und Wege zu überwachen, inwiefern Luminati die Anwender im Netzwerk ausnutzt. Damit ist es ein perfektes Tool für Cyberkriminelle.

Das lässt einige Rückschlüsse zu. Benutzt Du den freien VPN Service von Hola, erlaubst Du dem Unternehmen, Deine Rechenleistung zu verkaufen. Allerdings bist Du auch ein potenzielles Opfer, das ohne Wissen für Schandtaten benutzt wird.

Du musst nicht viel ausgeben, um ein gutes VPN zu bekommen

Zum Glück sind nicht alle Premium Services sehr teuer. Nehmen wir zum Beispiel NordVPN . Es ist eines der populärsten VPNs auf dem Markt und die Preise sind wirklich günstig. Immer wieder bietet der Provider Rabatte an.

Sie Dir einfach unsere am besten bewerteten VPNs an. Alle ermöglichen das Umgehen von geografischen Blockaden, egal wie strikt sie sind. Weiterhin bieten sie hohe Geschwindigkeiten und liefern Security und Privatsphäre, wie Du von einem VPN erwartest.

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