Wie man die Security oder Sicherheit eines VPNs testet (Aktualisiert 2018)

VPNs eignen sich hervorragend, um Deine Privatsphäre zu schützen. Sie sind aber auch nicht unfehlbar. Hier findest Du einige großartige Tools, mit denen Du überprüfst, ob Deine VPN-Verbindung auch sicher genug ist. Teilen

Das primäre Ziel eines VPNs ist die Datensicherheit oder Security. Wie kannst Du aber sicherstellen, dass Dich ein VPN auch tatsächlich schützt? Bei der Einrichtung eines VPN sind mehrere Schritte notwendig. Dabei kannst Du Fehler machen und es gibt Datenlecks oder Du enthüllst Deine IP-Adresse, selbst wenn Du mit einem VPN verbunden bist.

In diesem Beitrag zeigen wir Dir, wie Du die verschiedenen Tools einsetzt, mit denen Du die VPN-Verbindung auf gewisse Lecks testen kannst. Die verschiedenen Testmethoden verraten Dur, ob Dich Dein VPN schützt oder nicht.

  1. Test auf DNS-Leck

DNS steht für Domain Name System. Damit findest Du Websites einfacher, indem Domain-Namen oder Domänennamen in die dazugehörige IP-Adresse übersetzt werden. Zum Beispiel hat vpnmentor.com die IP-Adresse 104.25.7.109 zugewiesen bekommen. Du kannst Deine eigene IP-Adresse mit diesem Tool überprüfen.

Die IP-Adressen müssen also in die dazugehörigen Domain-Namen übersetzt werden. Diese Aufgabe übernimmt normalerweise Dein ISP (Internet Service Provider). Benutzt Du ein VPN, wird Deine echte IP-Adresse verschleiert oder maskiert. Deswegen können andere Deinen Standort nicht herausfinden.

Manchmal werden solche Anfragen außerhalb des VPN-Tunnels gestellt. In so einem Fall werden Deine IP-Adresse und der Standort Deines ISPs enthüllt. Um Deine VPN-Verbindung auf ein DNS-Leck zu testen, verbinde Dich mit einem Server, der sich außerhalb Deines Landes befindet. Im Anschluss kannst Du Tools wie zum Beispiel dnsleaktest.com einsetzen. Stimmen IP-Adresse, Standort und andere Details mit Deinem ISP überein, dann hast Du ein DNS-Leck im System.

Beachte, dass ein DNS-Leck Deine IP-Adresse nicht enthüllt. Es gibt die IP-Adresse und den Standort Deines Internet-Anbieters preis. Mit diesen Informationen lässt sich aber Deine echte IP-Adresse verfolgen.

Um DNS-Lecks zu verhindern, verwende einen VPN-Anbieter, der sein eigenes, verschlüsseltes DNS-System betreibt.

  1. Test auf IP-Adressen-Leck

Die meisten VPN-Anbieter behaupten, Deine IP-Adresse zu schützen. In der Realität sieht die Sache aber anders aus. Laut einer Studie zu VPN Apps unter Android, haben 85 Prozent der VPNs die echte IP-Adresse des Benutzers enthüllt.

Deinen VPN Service kannst Du mit unserem IP-Leck-Test-Tool überprüfen. Du erfährst auf diese Weise, ob Deine IP-Adresse enthüllt wird.

Beachte, dass Du einen VPN Service auf IP-Adressen-Lecks testen musst, wenn die VPN-Verbindung aktiv ist und wenn sich die Verbindung gerade wieder verbindet. Die meisten VPNs enthüllen Deine IP-Adresse, während sie sich nach einer unterbrochenen Verbindung wieder mit dem Service verbinden.

Bricht die Verbindung zu Deinem VPN-Anbieter ab, sollte der VPN Service einen Notausschalter oder Kill Switch zur Verfügung stellen. Damit wird sämtlicher Internet-Datenverkehr sofort gestoppt.

So kannst Du einen VPN Service während einer Wiederverbindungs-Phase testen:

  1. Unterbreche die Internet-Verbindung, lasse Dein VPN aber weiter aktiv.
  2. Sobald die Verbindung unterbrochen ist, verbinde Dich wieder und lasse eine rapid-fire-IP-Test-Sequenz laufen. Du kannst dafür zum Beispiel mehrere Instanzen der IP-Test-Seite öffnen und sie alle so schnell wie möglich neu laden.
  3. Sobald die VPN-Verbindung wiederhergestellt ist, lade die Seiten nicht mehr neu und überprüfe die Resultate.
  4. Siehst Du irgendwo Deine echte IP-Adresse, dann hast Du ein Leck bei der Wiederverbindung.

Um IP-Adressen-Lecks zu verhindern, abonniere einen sicheren VPN Service. Du kannst IPv6 manuell auf Deinem Gerät deaktivieren, wenn Du bei IPv6 ein Leck verzeichnest. Unterstützt Dein VPN-Anbieter IPv6, dann bist Du in Sachen IPv4 automatisch geschützt.

  1. Test auf WebRTC-Leck

WebRTC ist eine API-Definition, die man in erster Linie in Web-Browsern wie Firefox, Chrome oder Opera findet. Damit ist Datenaustausch via P2P möglich, aber auch Audio und Video Chats innerhalb des Browsers. Plugins oder Erweiterungen von Dritten sind nicht notwendig. Um WebRTC für Internet Explorer und andere Browser zu ermöglichen, gibt es diverse Plugins.

Wird Deine IP-Adresse durch die WebRTC APIs enthüllt, dann hast Du ein WebRTC-Leck. Du kannst Dein VPN auf ein WebRTC-Leck testen, indem Du den WebRTC-Test von Perfect Privacy durchführst.

Du hast die Möglichkeit, WebRTC in Deinem Browser zu deaktivieren, um somit ein Leck zu verhindern.

VPN Speed Test (Geschwindigkeitstest)

Neben Datenschutz und Sicherheit oder Security, ist die Geschwindigkeit eines VPNs der wichtigste Aspekt. Es gibt viele Faktoren, die sich auf die Geschwindigkeit eines VPNs auswirken können. Nachfolgend findest Du einige davon:

  1. Einschränkungen seitens Internet Service Provider

Es kommt nicht darauf an, wie schnell Dein VPN ist, es kann aber nie schneller sein als die Verbindung des Internet-Anbieters erlaubt. Dein ISP kontrolliert die allgemeine Geschwindigkeit Deiner Internet-Verbindung.

  1. Niveau der Verschlüsselung

Steigt das Niveau der Verschlüsselung, nimmt die VPN-Geschwindigkeit ab. Das Protokoll L2TP ist sicherer als PPTP, aber auch deutlich langsamer. Verlangen die meisten Aufgaben, die Du im Internet erledigst, kein hohes Niveau an Verschlüsselung, dann verwende eine, die weniger stark ist. Das kommt unterm Strich der Geschwindigkeit zugute.

  1. Physische Distanz zwischen dem Benutzer und dem VPN Server

Der Punkt hier ist der häufigste Aspekt, der Auswirkungen auf die VPN-Geschwindigkeit hat. Befindest Du Dich in Indien und benutzt einen VPN Server, der in den USA steht, musst Du mit einer langsameren Internet-Verbindung rechnen. Wählst Du hingegen einen VPN Server, der sich in Deiner Nähe befindet, dann umgehst Du das Problem.

  1. Anzahl der aktiven Nutzer auf dem VPN Server

Viele populäre VPN Service Provider überladen ihre Server. Das Resultat sind langsame Geschwindigkeiten. Bevor Du den Service bei einem VPN-Anbieter abonnierst, stelle sicher, dass es eine Seite gibt, die Dich über den Status des jeweiligen Servers informiert. Du möchtest genau genommen die Informationen zu Bandbreite in Echtzeit sehen.

  1. Einstellungen der Firewall

Deine Firewall-Einstellungen dürfen den VPN-Datenverkehr oder die CPU-Performance nicht negativ beeinträchtigen. Das kann sich maßgeblich auf die Geschwindigkeit Deiner VPN-Verbindung auswirken.

  1. Die Rechenleistung Deines Computers oder Geräts

Ist ein VPN auf Deinem Computer oder Mobilgerät aktiv, dann arbeitet Dein Gerät immer im Hintergrund. Es muss schließlich alle Daten und Informationen verschlüsseln, beziehungsweise entschlüsseln. Für diese Aufgabe benötigt die Maschine einiges an Rechenleistung. Je schneller die Internet-Geschwindigkeit ist, desto mehr Rechenleistung ist notwendig.

Auch wenn Dein VPN schnell ist und Du eine qualitativ hochwertige Internet-Verbindung hast, sorgt Deine CPU möglicherweise dafür, dass Du die komplette Leistung nicht nutzen kannst.

Teste Dein VPN auf Geschwindigkeit und benutze dafür zum Beispiel die Website Speedof.me

Was mache ich, wenn es in meinem System ein Leck gibt?

Hast Du ein Leck bei Deinem VPN, kontaktiere das Support-Team des Anbieters. Bitte den Kundenservice, das Problem zu beheben. Weiterhin kannst Du sicherstellen, dass Du nur qualitativ hochwertige VPN-Dienste verwendest. Solche Anbieter enthüllen Deine Daten nicht. VPN Services zielen oft auf unerfahrene Anwender ab und wollen sie mit Marketing und anderen Techniken zu einem Abonnement verleiten.

Hier findest Du eine Liste mit VPN-Anbietern, die wir empfehlen.

Mit den in diesem Beitrag genannten Tools kannst Du Dein VPN testen und überprüfst damit, dass Deine Daten sicher sind und keine Informationen enthüllt werden.

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